Zukunftsökonomie B.Sc.

Du möchtest die Herausforderungen der Zukunft anpacken? Insbesondere Nachhaltigkeit & Klimawandel, Globalisierung und Digitalisierung?

Dein Ziel ist es, wirtschaftliche Wertschöpfung für alle zu schaffen – ohne dabei die Tragfähigkeit des Planeten zu gefährden? Dann lernst Du bei uns, wie Du die Lebensqualität auch in Zukunft gestalten kannst. Auch im Team mit anderen!

Lerne in zwei Semestern alle Vertiefungsrichtungen kennen und entscheide Dich dann für Deinen Weg: Green Economics, International Economics oder Economics and Data Analytics

Der Studiengang Zukunftsökonomie ist eine Innovation des Teams von Forschenden und Lehrenden des CHE-prämierten Studiengangs "Volkswirtschaftslehre". Das Team "Zukunftsökonomie" verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der erfolgreichen Durchführung von Wirtschaftsstudiengängen.

Bewirb Dich! Die Bewerbungsfrist für das kommende Sommersemester ist bereits am 15. Januar 2023! Du möchtest vor Ablauf der Bewerbungsfrist für das kommende Sommersemester mehr erfahren? Dann nimm doch teil an einer unserer online Informationsveranstaltungen!
- Online Informationsabend "Zukunftsökonomie", Dienstag, 13. Dezember, 16.00-17.00 --> Link zu MSTeams
- Online Informationsabend "Zukunftsökonomie", Montag, 9. Januar, 16.00-17.00 Uhr --> Link zu MSTeams

Hier unser Erklärvideo zur Zukunftsökonomie. Viel Spaß beim Informieren!

Ehemalige des Vorgängerstudiengangs berichten

Tommy Piemonte Leiter Nachhaltigkeitsresearch Bank für Kirche und Caritas eG

"Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und die Berücksichtigung aller externer Kosten für Gesellschaft und Umwelt sind der Antrieb für mein Studium gewesen. An der HfWU habe ich das Rüstzeug bekommen, um mich bereits in meiner Diplomarbeit intensiv mit dem CO2-Emissionszertifikatehandel zu beschäftigen und direkt nach dem Studium in einer Nachhaltigkeitsratingagentur Karriere zu machen. Heute arbeite ich als Leiter Nachhaltigkeitsresearch bei einer Kirchenbank und verantworte die ethisch-nachhaltige Anlagestrategie der Bank und deren Kunden.“

Potentielle Arbeitgeber sagen

„Die drei Vertiefungsrichtungen Green Economics, International Economics sowie Economics and Data Analystics des Neukonzepts Zukunftsökonomie (B.Sc.) reflektieren genau die Herausforderungen des Mittelstands: dort werden Hochschulabsolvierende gebraucht, die diese Dimensionen für die Unternehmen ausgestalten können.“

Senator e.h. Wolfgang Wolf, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Verbands "Unternehmer Baden-Württemberg"

„Der Studiengang Zukunftsökonomie in Nürtingen liegt mit seinen drei Schwerpunkten Green Economics, Data Analytics und International Economics genau richtig. Das ist es, was Unternehmen von einem wirtschaftswissenschaftlichen Studium erwarten! Zugleich fügt sich der Studiengang damit gut in die missions- und visionsorientierte (wirtschafts-)politische Ausrichtung in Europa ein.“

Gunter Deuber, Bereichsleiter und Chefvolkswirt Raiffeisen Research, Raiffeisen Bank International, Wien

Impulse zu aktuellen Herausforderungen

Inflation – Ursachen und Perspektiven

Die Inflation ist zurück – aber sie kann auch wieder verschwinden.
Dies hängt von den Entwicklungen bei ihren zwei Ursachen ab: die zu hohe Geldmenge und zu wenig verfügbare Güter und Dienstleistungen.
Erstens kann die Geldpolitik (noch) restriktiver werden, sobald die Anreize für Toleranz von Inflation sinken – vor allem die Schuldenlast großer Industrieländer und Chinas.
Zweitens könnte sich auch die geopolitische Lage wieder stabilisieren, und sich damit vor allem Rohstoff- und Agrarpreise wieder beruhigen.
Eine Lohnpreis-Spirale dürfte erst dann einsetzen, wenn die Inflation noch 2023 ähnlich hoch bleibt. Dann aber wird sie zu einem der bedeutendsten ökonomischen Themen für die Zukunft.

Mit der höchsten Inflation seit den 70er Jahren kommen viele Fragen auf.
Denn Inflation kann verheerende wirtschaftliche Wirkungen entfalten: Soziale Spannungen, Umverteilungskämpfe, eine Krise für den Euro oder gar Stagflation – also das seltene Horrorszenario einer gleichzeitigen Rezession und Inflation. Bleibt die Inflation für Jahre bestehen, droht sie, sich mit in die Reihe der großen ökonomischen Zukunftsherausforderungen wie Klimawandel und Armut in der Welt einzufügen.

Die Ursache von Inflation ist gleichzeitig einfach und kompliziert.

Einfach deshalb, weil schon seit Jahrhunderten klar ist: Inflation entsteht, wenn die Geldmenge schneller steigt als die verfügbaren Güter (und Dienstleistungen). Entsprechend scheint klar: Die Inflation dieses Jahres hat sowohl in einer sehr expansiven Geldpolitik (übrigens nicht nur der Europäischen Zentralbank), als auch in Angebotsschocks und Erschütterungen der Globalisierung ihre Wurzeln.

Kompliziert wird es jedoch dann, wenn man die Details dieser Ursachen betrachtet:
Zentralbanker im 21. Jahrhundert zu sein, ist kein einfacher Job. Lange stabil geglaubte Komponenten der Geldmenge sind durch viele Krisen und Neuerungen (Digitalisierung, Globalisierung, Euro etc.) durcheinander geraten. Dadurch konnte sich die seit zwei Jahrzehnten meist expansive Geldpolitik in vielen westlichen Industrieländern zu gigantischen Geldmengen auftürmen, die aber lange Zeit nicht wirklich für den Konsum preissteigernd genutzt wurden. Stattdessen wurden sie für Vermögensanlage oder auch Liquiditäts-Sicherheitspuffer bei Banken genutzt, was Finanzkrisenrisiken dämpfte.
Hinzu kommt, dass für viele Entscheidungsträger bei Zentralbanken und Politik Inflation verführerisch attraktiv sein kann – trotz der eingangs beschriebenen, verheerenden Wirkungen. Vor allem senkt Inflation die nominale Schuldenlast – und bis auf Deutschland sind fast alle großen Industriestaaten und China massiv verschuldet – wohlgemerkt Staat und Privatsektor. Mit Inflation die Schuldenlast zu senken ist vor allem deshalb sehr wirksam, weil die westliche Welt seit Jahrzehnten keine Teuerung mehr erlebt hat.

Wie geht es weiter?
Wann die Inflation endet, hängt von neuen, umgekehrten Entwicklungen bei den beschriebenen Ursachen ab. Sinkt z.B. die Schuldenlast der USA, Japans, Chinas und Europas wieder deutlich, erlischt der Anreiz für weitere Inflation – und es wird schärfere Maßnahmen der Zentralbanken geben, um sie wieder einzudämmen. Genauso kann es zu einer Entspannung der internationalen Konflikte, Sanktionen und somit einer Normalisierung der Globalisierung kommen, was gerade die volatilen Agrar- und Rohstoffpreise schnell wieder absacken lassen würde.
Die aus alten Inflationszeiten berüchtigte „Lohn-Preis-Spirale“, in der Lohnabschlüsse immer höhere Inflationsrisikoprämien einkalkulieren, ist immerhin noch nicht in Sicht. Deutlich höhere Löhne in Deutschland würden ganz einfach nur den gestiegenen Bedarf nach Arbeitskräften widerspiegeln – was ein ganz anderes Thema ist. Bleibt die Inflation jedoch noch nächstes Jahr auf den aktuell hohen Niveaus, wird auch die Lohn-Preis-Spirale der 70er Jahre wieder zurückkehren.

Prof. Dr. Philipp Paulus, Studiengang Zukunftsökonomie (B.Sc.)
Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen
(11.8.2022)

 

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