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Im Rahmen meiner Arbeit im Psychosozialen Zentrum für Flüchtlinge in Nürnberg konnte ich mit drei meiner Klient*innen ein Projekt zum Thema Aktivierung und Steigerung der Handlungsfähigkeit in der Kunsttherapie durchführen. Teilgenommen haben zwei Frauen (aus Aserbaidschan und Äthiopien) und ein Mann (aus Afghanistan). Nicht nur bei diesen drei Personen, sondern bei einem Großteil unserer Klient*innen zeigt sich sowohl in der Psychotherapie, als auch in der Kunsttherapie häufig eine zurückhaltende, passive Haltung im Therapieprozess. Vielen fehlt das Verständnis für die aktive Mitarbeit in der Therapie, das wir hier in Deutschland für eine "erfolgreiche Therapie" voraussetzen. Aussagen wie "Sie sind der Doktor, Sie wissen was ich brauche", waren häufig zu hören. Da sich auch in der Kunsttherapie viele mit selbstständigem Arbeiten schwer tun (angefangen bei der Entscheidung "welche Farbe finde ICH schön“), führte ich ein Projekt durch, in dem ich verschiedenste Materialinterventionen (Arbeiten mit Ton, Speckstein, Zufallstechnik mit Acrylfarbe, Malen im Stehen, Materialcollage und Arbeiten mit Holz) anbot, um die Handlungsfähigkeit der Klient*innen anzuregen.

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