Menschenwürde in Zeiten der Krise

- Seminar im Studium generale der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU), Start 2. Juni -

NÜRTINGEN (hfwu). Ein Seminar im Rahmen des Studium generale an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) in Nürtingen befasst sich mit der „Menschenwürde in Zeiten der Krise“.  

In Krisen zeigt sich ganz besonders die Verletzlichkeit des Menschen. Inmitten von Gesellschaften, die lange Zeit programmiert waren auf Leistungsstärke und Effizienz, ökonomische Rationalität und maximaler Planungssicherheit, zeigen sich aktuell Bruchstellen. Diese führen deutlich vor Augen, wie zerbrechlich die Konzepte von persönlicher Autonomie und Menschenwürde in solchen Gemeinwesen tatsächlich sind. „In Zeiten der Krise scheinen ausnahmsweise notwendige Eingriffe in die persönliche Freiheit zwar durchaus gerechtfertigt, doch müssen wir zukünftig wohl dringend besser darauf achten, dass es dabei nicht zu Erniedrigung und Verletzung einzelner Personen wie auch Personengruppen, und damit zur Missachtung eines menschenwürdigen Lebens kommt“, so Seminarleiterin Katrin Lörch-Merkle.

Im Zentrum des dreiteiligen Seminars an der HfWU in Nürtingen steht die Frage, wie eine Gesellschaft und ihre politischen Institutionen beschaffen sein müssen, um ihre Bürgerinnen und Bürger Achtung und Respekt entgegen zu bringen und damit gleichsam eine neue Kultur der Mit-Menschlichkeit zu etablieren. Was sind die Rahmenbedingungen für eine „Gesellschaft des Anstands“ und eine „Politik der Würde“? Das Seminar findet am 2., 23. und 30. Juni statt. Weitere Informationen und Anmeldung unter www.hfwu.de/studium-generale.  

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