Aktionswoche „Torffrei gärtnern“

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mehrer Töpfe mit kleinen Pflanzen

Anzuchttöpfe mit torffreier Erde (Foto: FNR/Horbelt-Film)

Start am 13.3., konzeptionell und bei der Durchführung unterstützt von der HfWU

NÜRTINGEN (hfwu). Am 13. März startet die bundesweite Aktionswoche „Torffrei gärtnern“. Die Aktionswoche ist eine Initiative des Bundeslandwirtschaftsministeriums, unterstützt von Unternehmen, Verbänden sowie Umwelt- und Naturschutzorganisationen. Wesentlich beteiligt an der Konzeption und Durchführung der Aktionswoche ist die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU).

Im Mittelpunkt der Initiative steht das Ziel, das Bewusstsein für die Bedeutung torffreien Gärtnerns zu schärfen. Die Aktionswoche vom 13. bis zum 22. März, initiiert vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH), soll auf das Problem aufmerksam machen, dass die Torfnutzung im Gartenbau einen negativen Einfluss auf den Klimawandel hat. Deshalb wird „Torf“ seit längerem kontrovers politisch diskutiert und wissenschaftlich untersucht. Die HfWU betreibt zwei Modell- und Demonstrationsvorhaben, HOT und HOT2 („Hobby-Gartenbau mit torfreduzierten und torffreien Substraten auf Basis nachwachsender Rohstoffe“). Die Hochschule untersucht seit 2022 zusammen mit der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) und der Fachhochschule Erfurt verschiedene Aspekte des Hobbygärtnerns und des Verbraucherverhaltens. Außerdem werden Informationsmaterialien und Kommunikationskonzepte entwickelt und umgesetzt. Dazu gehört auch die Aktionswoche.

Die beiden Verbundprojekte HOT und HOT2 werden vom BMLEH gefördert und von der HfWU koordiniert. Die HfWU steht dabei vielen Vertretern aus Gesellschaft, Politik und Industrie in Verbindung, um die Torfminderung mit wissenschaftlichen Erkenntnissen zielgerichtet voranzubringen. Zum Netzwerk der HfWU gehören lokale Unterstützer wie das Naturschutzzentrum Schopfloch bis hin zu großen Handelsketten wie die toom und die Bauhaus-Baumärkte.

„Beim Torfausstieg im Hobbygartenbau müssen wir die Verbraucherinnen und Verbraucher mitnehmen und sie dazu erst einmal verstehen. Genau darin liegt die erste Aufgabe unseres Projektes HOT und des daran anknüpfenden Projektes HOT 2“, erklärt der Projektleiter an der HfWU, Professor Dr. Carsten Herbes, und welche Rolle dabei jeweils die drei beteiligten Hochschulen in dem Projekt übernehmen. „Wir von der HfWU führen Interviews mit Hobbygärtnern, machen Experimente und Umfragen, um das Verbraucherverhalten beim Erdenkauf besser zu verstehen. Unsere Kollegen von der HSWT knüpfen daran an und untersuchen den Umgang der Hobbygärtner mit den Produkten nach dem Kauf, außerdem testen sie verschiedene torffreie und torfreduzierte Substrate. Die Kollegen der FH Erfurt richten mit Schulgärten und pädagogischen Konzepten den Fokus bereits auf die Gärtner von morgen. Auf dieser breiten Basis kommunizieren wir dann gemeinsam mit unseren Partnern von der HSWT und der FH Erfurt sowie Herstellern und Handel gegenüber Hobbygärtnern und in Schulen“.

Weitere Infos zum Projekt, Tipps zum torffreien Gärtnern und ein Veranstaltungskalender zur Aktionswoche ist zu finden unter: www.torffrei.info