Artenreiche blühende Untersaaten im Sojaanbau zur Förderung von Biodiversität, Bodenschutz und Unkrautunterdrückung (ABUS)

Soja ist eine weltweit bedeutende und vielseitig einsetzbare Ackerkultur, die seit einigen Jahren auch in Deutschland vermehrt angebaut wird. Als Reihenkultur bietet Soja die Möglichkeit, weitere Pflanzen in das Anbausystem zu integrieren. Dadurch kann die Anbaufläche ökologisch aufgewertet werden, ohne dass landwirtschaftliche Nutzfläche verloren geht. Die Förderung der Biodiversität kann langfristig auch der landwirtschaftlichen Produktion zugutekommen, indem sie Ökosystemleistungen stärkt.

Ziel des Projekts ABUS ist es, ein praxistaugliches Verfahren für die Zwischenreihenaussaat von Blühpflanzenmischungen im Sojaanbau zu entwickeln und hinsichtlich seiner Ökosystemleistungen und seiner Wirtschaftlichkeit zu bewerten. Dabei sollen nach Möglichkeit stabile Erträge und Qualitäten bei gleichzeitig erhöhten Ökosystemleistungen erreicht werden.  

Hierfür werden in pflanzenbaulichen Exaktversuchen verschiedene Varianten der Zwischenreihenaussaat von Blühpflanzen untersucht. Ergänzend dazu erfolgen On-Farm-Versuche bei Vertragslandwirt:innen der Taifun Tofu GmbH. Dabei werden die Auswirkungen auf die Häufigkeit und Diversität blütenbesuchender Insekten (Wildbienen, Schwebfliegen) erfasst und die Umsetzbarkeit in der Praxis erprobt. Auf Basis der Versuchsergebnisse werden zudem ökonomische und ökologische Modellierungen durchgeführt, um die Wirtschaftlichkeit und Ökobilanz des Untersaatenanbaus zu bewerten. Der Transfer in die Praxis erfolgt u. a. durch Workshops und Feldtage.