Das Projekt ABUS ist im März 2026 in Kooperation mit der Taifun-Tofu GmbH erfolgreich gestartet. Seit diesem Monat verstärkt Antonia Tertelmann als neue Mitarbeiterin das Projektteam.
In Zusammenarbeit mit acht Vertragslandwirt:innen der Taifun-Tofu GmbH und einem Betrieb aus der Nürtinger Umgebung soll ein praxistaugliches Verfahren zur Integration blühender Untersaaten im Sojaanbau entwickelt werden. Ziel ist es, Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität direkt in bestehende Anbausysteme zu integrieren, und zwar auf für landwirtschaftliche Betriebe praktisch umsetzbare Weise.
Warum eignet sich der Sojaanbau für blühende Untersaaten?
Als Reihenkultur bietet Soja die Möglichkeit, weitere Pflanzen in das Anbausystem zu integrieren, insbesondere im Ökolandbau mit häufig weiteren Reihenabständen. Dadurch kann die Anbaufläche ökologisch aufgewertet werden, ohne dass landwirtschaftliche Nutzfläche verloren geht.
Zugleich bringt der Sojaanbau einige Herausforderungen mit sich: Aufgrund der späten Aussaat, der weiten Reihenabstände und der langsamen Jugendentwicklung ist die Kultur anfällig für Erosion. Blühende Untersaaten können hier einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie den Boden schützen und das Erosionsrisiko verringern.
Vorversuche von Taifun
Vorversuche der Taifun-Tofu GmbH haben gezeigt, dass die Integration von blühenden Untersaaten im Sojaanbau grundsätzlich möglich ist. Gleichzeitig wurde deutlich, dass landwirtschaftliche Betriebe bei der Umsetzung vor praktischen Herausforderungen stehen – insbesondere im Hinblick auf geeignete Technik und die Beikrautregulierung. Genau hier setzt das Projekt ABUS an: Es soll ein praxistaugliches Verfahren entwickelt und die die Effekte auf die Biodiversität sollen wissenschaftlich erfasst werden.
Ausblick
Ab Ende April erfolgt bei geeigneter Witterung die Aussaat von Soja und den Untersaaten. Ab Juni beginnen zudem die Kartierungen der Wildbienen und Schwebfliegen, um die Auswirkungen auf die Biodiversität bewerten zu können.