Eine neue Studie aus TV5 des Projekts BiodivRegio gibt Antworten! Sie liefert einen systematischen Überblick über die bisherige Forschung zu Biodiversität in der Konsument:innenforschung im Lebensmittelbereich. Im Rahmen eines Systematic Literature Reviews wurden internationale Studien analysiert und hinsichtlich verwendeter Theorien, Methoden, Forschungskontexte und zentraler Ergebnisse ausgewertet. Ziel der Studie war es, den aktuellen Forschungsstand zusammenzuführen, zu interpretieren und wichtige Forschungslücken zu identifizieren.
Die Analyse zeigt unter anderem:
- Bisherige Studien konzentrieren sich überwiegend auf quantitative Ansätze, insbesondere auf Untersuchungen zur hypothetischen Zahlungsbereitschaft von Konsument:innen für einzelne Lebensmittel, etwa mithilfe von Choice-Experimenten
- Biodiversität führt zu positiven Effekt auf Einstellungen und Zahlungsbereitschaft von Konsument:innen. Die Effekte sind jedoch geringer als bei Bio-Zertifizierungen
- Besonders wirksam ist Biodiversität, wenn sie mit anderen Produktattributen kombiniert wird, die für Konsument:innen persönlich relevant sind
- Gleichzeitig zeigt sich, dass das Wissen über Biodiversität bei Konsument:innen noch gering ist, wodurch eine verständliche Kommunikation besonders wichtig wird, sowohl in empirischen Studien als auch in der Vermarktung
Für das Projekt BiodivRegio sind die Ergebnisse besonders relevant: Die Studie zeigt, dass Biodiversität ein relevantes Produktattribut sein kann und positive Effekte auf Konsumentscheidungen haben kann. Die Kombination von Biodiversität und Regionalität gilt als besonders vielversprechend, da Regionalität die wahrgenommene Relevanz für Konsument:innen erhöht. Gleichzeitig weist die Analyse auf Forschungslücken hin, etwa bei Fleischprodukten sowie bei der Kombination mit Regionalität – Themen, die im Projekt weiter untersucht werden.
➡️ Zur Studie:
The role of biodiversity in consumer research on food: A review and research agenda - ScienceDirect