Halbjahrestreffen 2026 des BiodivRegio-Teams und Partner:innen
Am 25. März 2026 war es wieder so weit: Das BiodivRegio-Team kam zum halbjährlichen Treffen zusammen. An solchen Terminen besprechen wir den Status quo und welche (Zwischen-) Ziele wir in den Teilvorhaben und im Gesamtprojekt verfolgen. Ein guter Moment, um zurückzuschauen und den Blick nach vorn zu richten: Was ist seit dem letzten Treffen passiert? Und wie geht es jetzt weiter?
Schon zu Beginn wurde deutlich: Das Projekt nimmt Fahrt auf. In den einzelnen Teilvorhaben hat sich in den vergangenen Monaten viel bewegt – und auch die Zusammenarbeit über die Projektgrenzen hinweg wird immer konkreter.
Was haben wir bisher erreicht?
- Realinterventionen: Aufbauend auf den Design-Thinking-Workshops wurden erste gemeinsam entwickelte Maßnahmen praktisch erprobt – in zwei Betriebsrestaurants und einer Schulmensa. Ziel ist es, neben der Sensibilisierung der Tischgäste, gezielt innovative Bausteine für Geschäftsmodelle in der Gemeinschaftsverpflegung aufzuzeigen.
- Indikatoren für biologische Vielfalt: Auf landwirtschaftlichen Betrieben in Baden-Württemberg wurden u.a. Daten bei Brutvogelkartierungen erhoben und ausgewertet.
- Feldversuche: Umfangreiche Datenerhebungen zu Mais mit Blühstreifen, Mais-Bohnen-Mischkulturen und Mais mit blühenden Untersaaten wurden durchgeführt. Der Austausch mit Landwirt:innen wurde durch zwei begleitende Workshops unterstützt.
- Regionale Wertschöpfungsketten: Am Beispiel Fleisch wurde eine Ist-Analyse erstellt: zentrale Akteure wurden identifiziert, Marktstrukturen und Rahmenbedingungen detailliert untersucht. Diese Ergebnisse bilden die Grundlage, um zukünftige Geschäftsmodelle zu entwickeln.
- Publikationen und wissenschaftliche Kommunikation: Erste Ergebnisse wurden veröffentlicht, darunter eine Studie zur Literaturanalyse über Konsument:innenforschung zu Lebensmitteln, welche die biologische Vielfalt fördern.
Das Treffen hat gezeigt: In allen Teilprojekten gibt es spürbare Fortschritte. Besonders wichtig bleibt dabei der enge Austausch mit Praxisakteuren. Denn BiodivRegio lebt davon, dass Wissen nicht nur generiert, sondern auch geteilt und angewendet wird. Wissenschaftliche Erkenntnisse und gemeinsame Erfahrungen sollen nach außen getragen werden – und gleichzeitig von praktischen Erfahrungen lernen. Genau darin liegt die Stärke transdisziplinärer Forschung.
Wie geht es weiter?
- Fortführung der Feldversuche und Datenerhebungen: Mit Beginn der neuen Saison starten weitere Feldversuche und Erhebungen auf landwirtschaftlichen Betrieben, um die Datengrundlage zu stärken und zu erweitern.
- Pilotprojekte zur regionalen Wertschöpfung: Wir fördern gezielt Pilotprojekte, die regionale Wertschöpfungsketten für Produkte aufbauen, welche die biologische Vielfalt stärken.
- Austausch und Vernetzung: Weitere Workshops und Vernetzungsformate bringen zentrale Akteur:innen aus Landwirtschaft, Verarbeitung, Gemeinschaftsverpflegung, LEH und Forschung zusammen, um Wissen und Erfahrungen zu teilen.
- Realinterventionen: Eine neue Realintervention an der Mensa der Universität Hohenheim ist in Vorbereitung.
- Ergebnisse in die Praxis bringen: Die gewonnenen Erkenntnisse sollen weiterhin in vielfältiger Form nach außen getragen und in der Praxis umgesetzt werden – über Aktionen, Publikationen und Veranstaltungen.