Aktionswoche Hülsenfrüchte an der Uni Hohenheim

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Ein Gericht der Aktionswoche, der Bohnenburger
Clara Körner und Lennart Stürmer vom Projekt BiodivRegio bei der Aktionswoche

Was haben Hülsenfrüchte mit Biodiversität zu tun? Warum lohnt es sich, regionale Wertschöpfungsketten zu stärken? Und welche kreativen Gerichte lassen sich aus regional angebauten schwarzen Kichererbsen oder gebrochenen Kidneybohnen zubereiten?

Antworten darauf lieferte das Projekt BiodivRegio – und das Studierendenwerk Tübingen-Hohenheim zeigte gleichzeitig, wie vielseitig und schmackhaft regionale Hülsenfrüchte sein können. Die verwendeten Produkte stammten von der Erzeugergemeinschaft LBV Schrozberg aus der Hohenloher Region.

In der Aktionswoche vom 14. bis 17. April wurde die Mensa zur Bühne für innovative, nachhaltige Küche. Der Auftakt gelang mit einem Klassiker: einem rein pflanzlichen Burger aus regionalen Kidneybohnen. Besonders daran war die Verwendung von gebrochenen Bohnen, die bei Ernte und Verarbeitung entstehen und sich ideal für weiterverarbeitete Produkte wie Burger-Patties eignen. Das Ergebnis überzeugte – der Burger war das meistgewählte Aktionsgericht der Woche.

Auch an den folgenden Tagen zeigte sich die kulinarische Vielfalt der Hülsenfrüchte: Schwarze Kichererbsen wurden in unterschiedlichen Gerichten eingesetzt – von veganem Curry oder Eintopf bis hin zu Kombinationen mit Hähnchenbeilage. Die Aktionswoche bot damit für unterschiedliche Ernährungsweisen passende Optionen und machte das Potenzial regionaler Zutaten erlebbar.

Begleitend lud ein Aktionsstand direkt vor der Mensa dazu ein, sich spielerisch mit den Themen Biodiversität und Hülsenfrüchte auseinanderzusetzen. Ein BiodivRegio-Quiz mit täglichen Gewinnen, ein Glücksrad mit Wissensfragen sowie einfache Mitmachangebote wie das Zuordnen verschiedener Hülsenfrüchte boten niederschwellige Zugänge für alle Interessierten.

Zudem haben wir die Tischgäste zu ihren Essensentscheidungen befragt: Welche Gerichte werden gewählt? Wie groß ist das Interesse an regionalen Hülsenfrüchten in der Mensa?

Das Ergebnis: Die Mehrheit wünscht sich mehr Hülsenfrüchte auf dem Speiseplan. Sie werden als wichtige pflanzliche Proteinquelle geschätzt und mit nachhaltiger Landwirtschaft verbunden. Auch die Förderung und der Erhalt der Biodiversität sind den meisten Teilnehmenden wichtig.
Bei der konkreten Essenswahl dominieren jedoch vor allem Geschmack und Preis. Für eine hohe Akzeptanz braucht es daher abwechslungsreiche, ansprechend präsentierte und geschmacklich überzeugende Gerichte.

Die erfolgreiche Umsetzung der Aktionswoche basierte auf der engen Zusammenarbeit zwischen dem Studierendenwerk Tübingen-Hohenheim, dem BiodivRegio-Team der HfWU Nürtingen-Geislingen und der Universität Hohenheim sowie der LBV Schrozberg. Gleichzeitig war die Woche als EFRE-VeranstaltungTag der offenen Tür“  konzipiert: Alle Interessierten waren eingeladen, vorbeizukommen, sich zu informieren und die Vielfalt regionaler Hülsenfrüchte zu genießen.