Monitoring von Biodiversitäts-Maßnahmen im Ackerbau im BiodivNetz BW und Wissentransfer zu Biodiversitätsfördermaßnahmen (BWBiodivAckerII)

 

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten die Biodiversität im Ackerbau zu fördern. Einen Überblick zeigt der Maßnahmenkatalog  des ILN Südwest und der Uni Hohenheim. Für Landwirt:innen ist die Umsetzung dieser Maßnahmen jedoch häufig mit Unsicherheiten verbunden. Zu den tatsächlichen Kosten der Maßnahmen in der Praxis sowie pflanzenbaulichen Effekten liegen für baden-württembergische Betriebe noch keine umfänglichen Daten vor.

Ziel des Projekts BWBiodivAckerII ist es, die wirtschaftlichen und pflanzenbaulichen Auswirkungen biodiversitätsfördernder Maßnahmen zu erfassen und zu bewerten.  Damit soll sowohl Landwirt:innen als auch den Regierungspräsidien eine belastbare Grundlage zur besseren Einschätzung von Kosten und Nutzen dieser Maßnahmen bereitgestellt werden. Die Projektergebnisse sollen zudem zur Weiterentwicklung und Optimierung von Förderprogrammen beitragen, um langfristig eine möglichst hohe Wirksamkeit für den Biodiversitätsschutz bei zugleich überschaubaren Kosten zu erreichen.

In der ersten Projektphase (Dezember 2022 bis Juni 2025) wurden Methoden entwickelt, mit denen betriebliche Kosten, Arbeitsaufwand, Ertragsveränderungen sowie die nachfolgende Verunkrautung erfasst werden können. 

In der aktuell laufenden zweiten Projektphase (Dezember 2025 bis Dezember 2027) wird die Datenerhebung aus Phase I fortgeführt. Dabei werden auf Betrieben des vom Land Baden-Württemberg eingerichteten Demonetzwerks Biodiversität  pflanzenbauliche und ökonomische Wirkungen ausgewählter biodiversitätsfördernder Maßnahmen untersucht. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Transfer der Erkenntnisse aus der Forschung in die landwirtschaftliche Praxis. Hierzu sind die Erstellung von Informationsmaterialien sowie die Durchführung von Weiterbildungsmaßnahmen geplant.