Das Projekt BRAVÖ wurde im Frühjahr 2017 von Landwirten, Demeter Baden-Württemberg, dem Forschungsring e.V., Demeter Beratung e.V. sowie der Universität Hohenheim und der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen ins Leben gerufen. Ziel des Projektes war die Untersuchung und Bewertung verschiedener Innovationen zur Erhaltung und Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit, die bereits auf viehlosen oder vieharmen Öko-Betrieben eingesetzt werden.
Aufgabe der HfWU unter der Leitung von Prof. Dr. Maria Müller-Lindenlauf war es, die von den Landwirten entwickelten Innovationen im Hinblick auf ihre ökologische Nachhaltigkeit zu untersuchen. Zu diesem Zweck wurden einerseits Nährstoffbilanzen (Hoftorbilanzen, Bodenbilanzen und Nährstoffflussdiagramme) sowie Humusbilanzen (nach VDLUFA) der Gesamtbetriebe erstellt, um die Innovationen in einem größeren Zusammenhang betrachten zu können. Andererseits wurden Ökobilanzen der Innovationen erstellt, sodass die ökologischen Auswirkungen der Innovationen abgeschätzt werden konnten. Der Projektpartner Universität Hohenheim erstellte darüber hinaus betriebswirtschaftliche Analysen und Bewertungen der Übertragbarkeit der innovativen Verfahren.
Nachdem das Projekt im Jahr 2021 endete, steht nun eine Abschlussbroschüre unter folgendem Link zum Download bereit: https://www.xn--brav-8qa.de/ergebnisse/. Auf 84 Seiten werden das Projekt, die Betriebe, die innovativen Maßnahmen sowie die Ergebnisse der HfWU und der Universität Hohenheim mit vielen anschaulichen Diagrammen, Tabellen und Bildern präsentiert. Die Broschüre richtet sich an ein breites Publikum und soll der Weiterentwicklung des Ökologischen Landbaus dienen.
Das Projekt wurde gefördert im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft „Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit“ (EIP-AGRI). Die Fördermaßnahme ist eine Maßnahme des Maßnahmen- und Entwicklungsplan Ländlicher Raum Baden-Württemberg 2014-2020 (MEPL III). Das Projekt wurde durch das Land Baden-Württemberg und über den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums (ELER) finanziert.