Wie kann Künstliche Intelligenz in Organisationen sinnvoll eingesetzt werden – und welche Voraussetzungen müssen dafür erfüllt sein? Mit dieser Fragestellung haben sich Studierende des Masterstudiengangs Organisationsdesign an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) im Wintersemester intensiv auseinandergesetzt.
Im Rahmen eines Projektseminars arbeiteten sie mit dem Tech-Startup KOLAI zusammen, einer EXIST-geförderten Ausgründung der HfWU, die innovative KI-basierte Lösungen für das Wissensmanagement in Organisationen entwickelt. Ziel des Projekts war die Konzeption eines Analysetools zur strukturierten Erfassung des Ist-Zustands des Wissensmanagements – als fundierte Grundlage für den späteren Einsatz von KI-Lösungen in der Praxis.
Der Projektansatz ging dabei bewusst über eine rein technische Perspektive hinaus. Zwar ist die Analyse bestehender IT-Architekturen und eingesetzter Tools ein notwendiger erster Schritt. Für eine nachhaltige Implementierung von KI ist es jedoch ebenso entscheidend, organisatorische Rahmenbedingungen sowie individuelle Bedürfnisse, Kompetenzen und Arbeitsweisen von Mitarbeitenden systematisch zu erfassen. Der entwickelte Ansatz folgt daher einem integrierten Verständnis von Technologie, Organisation und Individuum.
Auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse und in enger Abstimmung mit dem Startup entwickelten die Studierenden ein Instrument, das KOLAI nun konkret in der Praxis einsetzen kann. Das Projekt steht exemplarisch für den Anspruch der HfWU, forschungsbasierte Lehre, Praxisorientierung und Wissenstransfer wirksam miteinander zu verbinden – insbesondere in hochdynamischen Technologiefeldern wie dem KI-gestützten Wissensmanagement.
Besonders wertvoll war dabei die Zusammenarbeit mit einem hochagilen Startup in einer frühen Entwicklungsphase. Die Studierenden arbeiteten unter realen Bedingungen an Lösungen mit unmittelbarem Anwendungspotenzial, während KOLAI von fundierten, wissenschaftlich reflektierten Ergebnissen profitierte, die mit begrenzten Ressourcen allein kaum realisierbar gewesen wären.
„Ein gelungenes Beispiel dafür, wie Studierende, Startups und Hochschule gemeinsam Wirkung entfalten – und wie an der HfWU anspruchsvolle akademische Lehre mit konkretem Praxis-Impact verbunden wird“, so Prof. Dr. Christoph Zanker vom dem das Projekt auf beiden Seiten betreut wurde.