„Hoch hinaus“: Herbert Henzler übergibt Exzellenz-Stipendium an HfWU-Studenten

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Drohnenaufnahme der Kirchtrumkuppel in Nürtingen mit Besuchern auf der Balustrade

Vor der feierlichen Übergabe der Urkunden zu Stipendium und KSK-Professorships ging es auf den Turm der Nürtinger Stadtkirche (Foto: Laufbild Werkstatt)

Prof. Dr. Herbert Henzler vergibt gleichnamiges Exzellenz-Stipendium an Anton Jungbauer; Ernennung KSK-Gasprofessoren

 

Unter dem Motto „Hoch hinaus“ stand die diesjährige Verleihung des Herbert-Henzler-Stipendiums an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU). Am 16. Juni überreichte Prof. Dr. Herbert Henzler das mit 10.000 Euro dotierte Exzellenz-Stipendium persönlich an den HfWU-Studenten Anton Jungbauer. Der Student des Studiengangs Internationales Finanzmanagement (B.Sc.) wird mit Unterstützung des Stipendiums ein Jahr an der RMIT University in Melbourne (Australien) studieren.

Bereits der Auftakt der Veranstaltung griff das Motto des Tages auf: Gemeinsam bestiegen die Teilnehmenden die 189 Stufen des Turms der Nürtinger Stadtkirche St. Laurentius. Begleitet wurde die Führung von Lydia Rambold, ehemaliger Mitarbeiterin des International Office der HfWU, die sich heute ehrenamtlich als Stadt- und Turmführerin engagiert. Mit zahlreichen historischen Informationen und Anekdoten brachte sie den Gästen die Geschichte des Turms und seiner Bewohner näher. Oben angekommen bot sich ein beeindruckender Rundblick über Nürtingen, den Albtrauf und das Neckartal. Auch ein Eintrag in das Gästebuch des Turms durfte nicht fehlen.

Für Herbert Henzler war die Führung zugleich eine Reise in die eigene Vergangenheit. Der Ehrensenator der HfWU teilte während des Nachmittags persönliche Erinnerungen an seine Jugend in Nürtingen und Neckarhausen und unterstrich damit seine enge Verbundenheit mit der Region und der Hochschule.

 

Langjähriges Engagement für Internationalität

Herbert Henzler setzt sich seit vielen Jahren aktiv für die Internationalisierung der HfWU ein. Im Jahr 2015 rief er das nach ihm benannte Herbert-Henzler-Stipendium ins Leben. Ziel des Exzellenz-Stipendiums ist es, besonders leistungsstarken Studierenden internationale Erfahrungen zu ermöglichen und sie bei einem Studienaufenthalt im Ausland zu unterstützen. Das Stipendium wird jährlich vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert. In Anerkennung seiner besonderen Verdienste wurde Herbert Henzler 2021 zum Ehrensenator der HfWU ernannt. Darüber hinaus engagiert er sich als Beirat bei ZuG – Zukunft.Gründen. und bringt dort seine langjährige Erfahrung aus Wirtschaft, Management und Unternehmensentwicklung ein.

Wie prägend internationale Erfahrungen sein können, schilderte Henzler auch im Rahmen eines Interviews. Er verwies auf seinen eigenen Studienaufenthalt in den USA, der seinen weiteren Lebensweg entscheidend beeinflusste. Mit Blick auf den diesjährigen Stipendiaten gab er eine klare Botschaft mit auf den Weg: „Go for it. Die Voraussetzungen sind geschaffen.“ Internationale Erfahrungen eröffneten oftmals neue Perspektiven und könnten, wie in seinem eigenen Fall, unerwartete Chancen und neue berufliche Wege aufzeigen.

 

Auslandsjahr in Melbourne

Für Anton Jungbauer bedeutet die Auszeichnung weit mehr als eine finanzielle Unterstützung. „Es ist eine unglaubliche Bestätigung für mich, für das, was ich bisher erreicht habe“, sagte der Stipendiat. Ab dem kommenden Juli wird er für zwei Semester an der RMIT University in Melbourne studieren. Besonders freut er sich darauf, erstmals über einen längeren Zeitraum im Ausland zu leben und eine neue Kultur kennenzulernen. „Ich erwarte mir auf jeden Fall viele neue Erfahrungen“, erklärte er. Neben den fachlichen Aspekten sieht er insbesondere die persönliche Entwicklung als große Chance. Zum ersten Mal werde er über einen längeren Zeitraum weit entfernt von Familie und Freunden leben und sich in einem neuen Umfeld zurechtfinden.

Darüber hinaus schätzt Jungbauer die Möglichkeit, durch das Stipendium Kontakte zu knüpfen und von den Erfahrungen Herbert Henzlers zu profitieren. „Herrn Henzler im Rücken zu haben, ist natürlich ein unglaubliches Privileg“, betonte er. Die Verbindung zu einer so erfahrenen Persönlichkeit und der Zugang zu dessen Netzwerk seien für ihn eine wertvolle Unterstützung auf seinem weiteren Weg.

Austausch, internationale Perspektiven und KSK Visiting Professors

Die eigentliche Stipendienübergabe fand im Café Herzogin statt. Hier nutzten die Gäste die Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Der Ort knüpfte dabei auf besondere Weise an die vorherige Turmführung an: Seinen Namen verdankt das Café dem Schloss, das einst hier stand und das den damaligen Herzoginnen und Gräfinnen zwischen 1426 und 1698 als Witwensitz diente.

Ein weiterer Programmpunkt war die Ernennung zweier internationaler Gastprofessoren, die derzeit im Rahmen des Visiting Professorship Programms an der HfWU lehren. Prof. Dr. Heike Mayr-Lang, Prorektorin für Transformation, Innovation und Internationalisierung, überreichte die Ernennungsurkunden an Prof. Dr. Irery Melchor Duran von der Universidad Panamericana in Mexiko sowie an Prof. Dr. Behnam Tavakkol von der Stockton University in den USA.

Während ihres Aufenthalts bringen die beiden Gastprofessoren internationale Perspektiven in die Lehre an der HfWU ein. Prof. Dr. Irery Melchor Duran unterrichtet in den Bereichen Marketing, Management und Globalisierung, während der Fokus von Prof. Dr. Behnam Tavakkol auf Business Analytics, Künstlicher Intelligenz und Statistik liegt. Die Gastaufenthalte werden durch die Bildungsstiftung der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen gefördert und leisten einen wichtigen Beitrag zur Internationalisierung der Hochschule.

Damit wurde an diesem Nachmittag die internationale Ausrichtung der HfWU auf vielfältige Weise sichtbar: durch die Förderung eines Auslandsaufenthalts für einen HfWU-Studierenden ebenso wie durch den wissenschaftlichen Austausch mit internationalen Gastprofessoren. So verband die Veranstaltung auf besondere Weise Internationalität, akademische Exzellenz und persönliche Entwicklung. Das Motto „Hoch hinaus“ stand dabei nicht nur für den gemeinsamen Aufstieg auf den Nürtinger Kirchturm, sondern auch für die Chancen und Perspektiven, die das Herbert-Henzler-Stipendium und die internationalen Aktivitäten der HfWU jungen Menschen eröffnen.