Equal Care Day

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Im Alltag profitieren wir alle selbstverständlich von Care-Arbeit. Gesundheit, Wohlbefinden, Lebensqualität und ein funktionierendes gesellschaftliches Miteinander sind ohne sie nicht denkbar. Der 29. Februar wurde von den Initiator:innen des Equal Care Days bewusst als Datum gewählt. So wie der Schalttag nur alle vier Jahre im Kalender erscheint, bleibt auch Care-Arbeit nahezu unsichtbar und wird häufig übergangen.

 

Die Bundeszentrale für politische Bildung hat ein umfangreiches Informationsangebot zum Thema Care-Arbeit zusammengestellt.

Das Statistische Bundesamt untersucht rund alle zehn Jahre die Zeitverwendung der Menschen, zuletzt 2022, und hat belastbare Antworten auf die Frage, wie viel Zeit den Menschen in Deutschland neben Arbeit, Schule oder Haushalt für Freundschaften und Familie bleibt, und wer wie viel Zeit für Care-Arbeit, also unbezahlte Arbeit wie Kinderbetreuung, Hausarbeit, Ehrenamt oder Pflege von Angehörigen aufwendet.

Nach wie vor wird der überwiegende Teil der Care-Arbeit von Frauen und Mädchen getragen, häufig unbezahlt oder unterbezahlt. Diese strukturelle Schieflage führt zu geringerer Erwerbsbeteiligung, eingeschränkten Bildungs- und Aufstiegschancen sowie zu fehlender eigenständiger finanzieller Absicherung. Dies schlägt sich im so genannten Gender Pension Gap nieder, über den ebenfalls das Statistische Bundesamt Auskunft gibt.