Mehr Nachhaltigkeit in der Wertschöpfungskette Schweinefleisch durch stabile regionale Lieferketten. (WertSchwein)

Die nachhaltige, regionale Schweinefleischproduktion steht durch den globalen Wettbewerb vor immer mehr Herausforderungen. Während das Thema Nachhaltigkeit in der heimischen Landwirtschaft einen immer größeren Stellenwert erhält, werden an internationale Produkte meist keine oder geringe Anforderungen an Nachhaltigkeit und Tierwohl gestellt.

Diese Problematik soll durch das EU geförderte EIP Projekt „WertSchwein“ bis Ende 2024 in Kooperation mit dem Verband der Agrargewerblichen Wirtschaft (VdAW) als Lead-Partner der Operationellen Gruppe (OPG) genauer untersucht werden: Weitere Mitglieder der OPG und Projektpartner sind neben 20 landwirtschaftlichen  Betrieben aus Baden-Württemberg , die Landesanstalt für Schweinezucht in Boxberg, die Bodensee-Stiftung, die Schleker Ferkel- und Schweinehandels GmbH, die UEG Hohenlohe-Franken, die Erzeugergemeinschaft Süd sowie Ulmer Fleisch, Vion Crailsheim und MEGA-Fleisch.

Ziel des Projekts sind zunächst die Identifizierung und die Steigerung von Nachhaltigkeitsleistungen einer regionalen Schweinhaltung. Darüber hinaus soll auf dieser Basis ein Konzept entwickelt werden, mit dem diese erbrachten Leistungen adäquat und fair für alle beteiligten Lieferketten-Akteure honoriert werden können.

Basis für die regionale Produktion sind stabile Lieferketten. Dazu werden die vier Wertschöpfungsketten „Gutfleisch“ (Regionalmarke von Edeka), „Hofglück“ (Edekamarke für mehr Tierschutz), „Landbauern Schwein“ (Regionalmarke von Rewe) und „Süddeutsches Schweinefleisch“ (Marke des Fleischherstellers Ulmer Fleisch) analysiert und mit Hilfe der erhobenen Daten Konzepte für ein nachhaltigkeitsorientiertes Liefer- und Vertragssystem entwickelt.

Unter Praxisbedingungen sollen Klimaschutz- und Biodiversitätsleistungen, futtermittelrelevante, ackerbauliche Daten, und Daten zum Tierwohl und zur Tierhaltung auf den landwirtschaftlichen Betrieben erhoben sowie umsetzbare Maßnahmen erarbeitet werden, die zu einer Steigerung der ökologischen und futterbedingten Nachhaltigkeit führen. Im Teilprojekt 5, das von der HfWU bearbeitet wird, sollen die erfassten Nachhaltigkeitsleistungen der Betriebe ökonomisch bewertet werden, sodass am Ende dafür indikatorbasierte Werte vorliegen.

Weitere Informationen

 

Projektdaten

Projektleitung HfWU: Prof. Dr. Jürgen Braun
Projektbearbeitung HfWU: M.Sc. Katharina Muschialik
Projektlaufzeit:

01.11.2022 – 31.12.2024

Projektförderer:

Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums (ELER)

Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete mitfinanziert durch das Land Baden-Württemberg.
Ein Vorhaben des Maßnahmen– und Entwicklungsplans Ländlicher Raum Baden-Württemberg 2014—2020 (MEPL III)

Projektpartner:

Verband der Agrargewerblichen Wirtschaft e.V., Stuttgart (VdAW)

Bodensee Stiftung

Landesanstalt für Schweinezucht, Boxberg (LSZ)

Landwirtschaftliche Betriebe