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Agiler Sprint in die Zukunft

Dr. Eberhard Veit: Keine Zeit für statische Businesspläne.

- Vortag an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) in Geislingen zeigte Kriterien zum Erfolg der digitalen Zukunft von Unternehmen und Bildungseinrichtungen -

NÜRTINGEN (hfwu). Mit der Digitalisierung wird sich schon bald komplett verändern wie Unternehmen und Organisationen funktionieren. Davon ist Eberhard Veit überzeugt. Mit einem „agilen Sprint in die Zukunft“ könnten diese Herausforderungen gemeistert werden. Was dies konkret heißt und warum es keine Zeit zu verlieren gilt, erläuterte der Manager in einem Vortag an der HfWU in Geislingen (Steige).

Es war in seiner Art etwas völlig Neues, hat in wenigen Jahren einen globalen Siegeszug vollzogen und ist heute für die Hälfte der Menschheit nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken: das Smartphone. Für Dr. Eberhard Veit ist das multifunktionale Mobiltelefon das Paradebeispiel, wie sich die Digitalisierung vollzieht: „Sie ist etwas, das von selbst voranschreitet, die Zukunft selbst verkörpert“, so der Ex-Festo-Chef an der HfWU in Geislingen (Steige). Zu der im Rahmen des Studium generale vom Rotary Club Geislingen-Laichingen mitorganisierten Veranstaltung mit anschließender Diskussion waren rund 50 Zuhörer gekommen.

So weitgehend wie das Smartphone die Kommunikationsgewohnheiten im Privaten verändert hat, so stark wird die Digitalisierung verändern, wie Unternehmen und Hochschulen künftig funktionieren, ist Veit überzeugt. Weitere maßgebliche äußere Herausforderungen neben der Digitalisierung sieht Veit in der demographischen Entwicklung, der weiter voranschreitenden Internationalisierung und im Aufkommen von neuen Mitbewerbern. Intern sei damit in Organisationen notwendigerweise eine neue Art der Führung und Kultur, eine größere Flexibilisierung der Arbeit, sowie noch mehr Qualifizierung und Vielfalt erforderlich. „Diese Veränderungen darf man nicht mit Angst angehen, sondern muss sie als Chance begreifen,“ rät der vielfach ausgezeichnete Manager.

Die Strategie, mit der man diesen Herausforderungen erfolgreich begegnet, bringt Veit mit den Worten „agiler Sprint“ auf den Punkt. Die Buchstaben in „agil“ stehen für „architecture based“, aus Bestehendem lernen und Neues wagen, für „general business models“, ein attraktives Unternehmensumfeld, sowie für Innovation und für Lebenslanges Lernen.

Die-Sprint-Buchstaben stehen für „spirit and speed (Unternehmensgeist und Geschwindigkeit), für „participation“ (Teilhabe), rely (sich verlassen können), „inspiration“, „need“ (Notwendigkeit) und „trust“ (Vertrauen). „60 Prozent des Zukunftserfolgs liegen in der Umsetzung der Sprint-Faktoren“, ist sich Veit sicher. Es gelte jetzt die Art und Weise sowie die Unternehmen selbst zu verändern und zu prägen und dies schnell zu tun. Für zahlreiche statische Businesspläne sei keine Zeit mehr. „Auf dem Weg in die digitale Ära ist eine agile, beidhändige Führung der zentrale Treiber“, so der Manager.

 
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