Das Dialogforum "Europäische Biodiversitätsstrategien begründen und kommunizieren" fand im Rahmen des Umsetzungs- und Dialogprozesses der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) in Kooperation mit dem Umweltbundesamt Österreich und dem Bundesamt für Umwelt Schweiz statt.
Zahlreiche europäische Staaten haben nach der Unterzeichnung des internationalen Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD, 1992) Strategien und Aktionspläne vorgelegt, die den Verlust an biologischer Vielfalt bremsen sollen. Für eine erfolgreiche Umsetzung sind überzeugende Argumente und Kommunikationskonzepte erforderlich, die nicht nur ökologische und ökonomische, sondern auch ethische Grundlagen von Biodiversitätsstrategien reflektieren. Ca. 50 Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Praxis kamen im März 2011 in Stuttgart Hohenheim zusammen, um die Bedeutung ethischer Argumente für die Naturschutzpolitik und ihre Relevanz für die Kommunikations- und Bildungsarbeit ausführlich zu diskutieren. Das zweitägige Dialogforum stellte dabei, ausgehend von einem Gutachten über ethische Argumentationslinien in der deutschen Biodiversitätsstrategie, die Diskussion über ethische Begründungen in den europäischen Kontext.
Die ausführliche Dokumentation der Tagung wird im Rahmen der Reihe „Naturschutz und biologische Vielfalt“ des Bundesamtes für Naturschutz in der Reihe zusammen mit einem Gutachten zum Vergleich ethischer Begründungen in den Biodiversitätsstrategien Deutschlands, Österreichs, der Schweiz sowie der EU veröffentlicht.
| Programm | |
| Donnerstag, 3. März 2011 | |
| 12:00 Uhr | Mittagsimbiss (Anreise ab 11.30 Uhr möglich) |
| 13:00 Uhr | Begrüßung, Prof. Dr. Albrecht Müller Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen |
| 13:10 Uhr | Einführung: Stellenwert und Notwendigkeit ethischer Begründungen im Naturschutz, Prof. Dr.Beate Jessel, Präsidentin des BfN |
| 13:30 Uhr | Klugheit, Glück, Gerechtigkeit: Ethische Argumente in der NBS, Dr. Uta Eser, Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen |
| 14.30 Uhr | Kaffeepause |
| 15:00 Uhr | Nationale Biodiversitätsstrategien kommunizieren: Erfolge und Herausforderungen |
| - Deutschland, Dr. Jonna Küchler-Krischun, BMU | |
| - Österreich, Frau DI Gabriele Obermayr, Ministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft BMLFUW | |
| - Schweiz, Andreas Bachmann, BAFU | |
| 16:30 Uhr | Gespräche im Garten – Austausch in Kleingruppen, Rundgang durch den Botanischen Garten der Universität Hohenheim, Prof. Dr. Reinhard Böcker (Universität Hohenheim) und Dr. Markus Röhl (HfWU) |
| 17:30 Uhr | Die europäische Biodiversitätsstrategie, Dr. Hans Friedrich, IUCN |
| 18:00 Uhr | Begründungen nationaler Biodiversitätsstrategien im europäischen Vergleich, Ann-Kathrin Neureuther, Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen |
| 18:30 Uhr | Abendessen |
| 20:00 Uhr | Plenum: Klugheit, Glück, Gerechtigkeit: Wie können, wollen und sollen wir über biologische vielfalt reden? |
| Freitag, 4. März 2011 | |
| 08:30 Uhr | Den Wert der Natur erfolgreich kommunizieren: Die TEEB-Studie und ihre Resonanz in der Politik, Prof. Dr. Bernd Hansjürgens, Helmholtz Zentrum für Umweltforschung, UFZ, Leipzig |
| 09:00 Uhr | World Café: „Money makes the world go round?“ – Über den Trend zu ökonomischen Bewertungssystemen in der aktuellen Naturschutzdiskussion |
| 10:30 Uhr | Kaffeepause |
| 11:00 Uhr | Moralisierung der Politik und Politisierung der Moral: Kann ethische Reflexion zur Erreichung politischer Ziele beitragen? Prof. Dr. Marcus Düwell, Universität Utrecht |
| 12:00 Uhr | Fazit |
| 13:00 Uhr | Abreise |

Veranstalter:
Bundesamt für Naturschutz, Bonn
in Kooperation mit:
Umweltbundesamt (UBA), Bundesamt für Umwelt (BAFU), Bern
Organisation:
Koordinationsstelle Wirtschaft und Umwelt, Nürtingen
Ansprechpartnerin: hannah.seyfang@hfwu.de
Veranstaltungsort:
Tagungszentrum Hohenheim
Paracelsusstrasse 91
70599 Stuttgart



