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News - Detailansicht

10.04.2012 10:39
By: Gerhard Schmücker

Wer ist zum Unternehmer geeignet?

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- Planspiel an der HfWU – Studierende lernen im ersten Semester, wie man Unternehmen führt -

Im Hörsaal in die Unternehmenswelt geschnuppert: von links Prof. Dr. Hanns Hub, die Gewinner des Planspiels Melanie Bauer, Katrin Tesch, Stefanie Blum, Undine Geisel und Prof. Dr. Ulrich Sailer (Foto: HfWU/Binder-Diez)

NÜRTINGEN. (hfwu). Eine knifflige Aufgabe erwartete die Erstsemester des Studiengangs Betriebswirtschaftslehre gleich zu Beginn ihres Studiums: Im virtuellen Planspiel CHANCE galt es die unternehmerischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.

Etwas Besonderes hat sich der Studiengang Betriebswirtschaft der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen für seine Erstsemester einfallen lassen: Nun schon zum dritten Mal führte das Team um Professor Dr. Hanns Hub die neuen Studierenden mit dem Unternehmenssimulator CHANCE in die komplexe Welt der Unternehmensführung ein. Finanziert wurde das Planspiel durch das Projekt „IBIS - Individuelle Betreuung für ein individuelles Studium“.

In Dreier- und Vierergruppen leiteten die Studierenden ein kleines Unternehmen und lernten, dass für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg nicht nur die harten betriebswirtschaftlichen, sondern auch die weichen Faktoren wie Kundenzufriedenheit, Image oder Motivation von Bedeutung sind. Betreut wurden die Gruppen von Tutorinnen und Tutoren aus höheren Semestern, die dafür sorgten, dass die Jungunternehmer nicht gleich pleitegingen.

Im Simulationsprogramm werden die Entscheidungen in ihren vielschichtigen direkten und indirekten Wirkungen und Wechselwirkungen verarbeitet. Als Resultate erhält man zum einen die betriebswirtschaftlichen Ergebnisdarstellungen (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kennzahlen, Kreditrahmen u.a.) und zum anderen werden in einem Beziehungsnetz die wesentlichen Erfolgsfaktoren sichtbar gemacht. Dabei wird besonders auf die einzelnen Wechselwirkungen, welche zwischen den einzelnen Erfolgsfaktoren stattgefunden haben, eingegangen. Durch diese Vorgehensweise erleben die Studierenden besonders einprägsam, dass sich eine einzelne Entscheidungen nicht nur direkt eine Veränderung bewirken, sondern normalerweise auch indirekte Wirkungen haben - teilweise erst einige Zeit später, dann aber oft umso heftiger.

Am Ende der anderthalb Tage nahmen daher nicht nur die Sieger, sondern alle Teilnehmer wichtige Erfahrungen aus dem Wettbewerb mit: „Das war echt klasse, man hat ganz praxisnah einen Überblick über die verschiedenen Felder der Betriebswirtschaftslehre bekommen. Ich freu mich schon richtig aufs Studium.“ oder „Der Unternehmenssimulator ist wirklich der Hammer. Wie stark die verschiedenen Entscheidungen zeitverzögert wirken, hätte ich nicht gedacht.“ Für den Studiendekan Betriebswirtschaft Professor Dr. Ulrich Sailer spielt neben den praktischen fachlichen Erfahrungen auch die soziale Komponente eine große Rolle: „Das Planspiel hat sich voll und ganz bewährt. Die Studierenden kommen miteinander ins Gespräch und können sich kennenlernen.“

Erstmalig mit im Boot war diesmal die Nürtinger Zeitung, die den Siegerinnen jeweils ein Semester-Abo im Wert von ca. 120 Euro spendete. Aber auch die Zweit- und Drittplatzierten gingen nicht leer aus: Sie bekamen T-Shirts und Tassen ihrer Hochschule.

 


Letzte Änderung: 03.04.2014 - 11:43:42 
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