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Geschichte der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen

Am 15. November 1949 wurde die Vorgängereinrichtung der HfWU als "Höhere Landbauschule" gegründet. Direktor der Höheren Landbauschule war Oberbaudirektor Professor Dr. Johannes Knecht.

Ursprünglich landwirtschaftlich ausgerichtet, hat sich die höhere Fachschule zu einer Hochschule mit rund zwei Dutzend Studiengängen entwickelt. Heute besitzt die HfWU neben der Agrarwirtschaft eine der größten wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten Baden-Württembergs.

 

Von der Landwirtschaft zur Nachhaltigkeit

Die HfWU steht für Nachhaltige Entwicklung

Mit einer Wertentscheidung hat sich die HfWU auf die Prinzipien der Nachhaltigen Entwicklung verpflichtet. Studium und Lehre verknüpfen nach diesen Prinzipien gleichranig wirtschaftliche, gesellschaftliche und Umweltanliegen. Entwicklung steht dafür, das menschliche Wohlergehen zu mehren. Nachhaltigkeit erfordert, die dafür erforderlichen Ressourcen dauerhaft zu erhalten.

Zu Beginn ihrer Geschichte begann die Hochschule, eine neue Art der landwirtschaftlichen Ausbildung zu etablieren - mit drei hauptamtlichen Dozenten und 40 Studenten. Anfang der siebziger Jahre starteten in Nürtingen die Studiengänge Landespflege (Wintersemester 1970/71) und Betriebswirtschaft (Wintersemester 1970/71). 1972 wurde per Gesetz aus der landwirtschaftlichen Bildungseinrichtung die Fachhochschule Nürtingen. Heute studieren an der HfWU mehr als 4000 Studierende.

Der erste Rektor nach der Umwandlung in die Fachhochschule Nürtingen war bis 1973 Professor Dr. Eduard Nohe. Ihm folgte Professor Dipl.-Ing. Paul Eugen Bauer. Von 1977 bis 2001 leitete Professor Dr. Eduard Mändle als Rektor die Geschicke der Hochschule. Er war bei seinem Ruhestand der dienstälteste Hochschulrektor der Bundesrepublik. Die Entwicklung der HfWU ist auch seinem Engagement zu verdanken.

Entwicklung zur Regionalhochschule

Außenstelle in Geislingen/Steige

1988 errichtet die Hochschule in Geislingen an der Steige eine Außenstelle mit dem Studiengang Betriebswirtschaft ein. Heute können dort Automobilwirtschaft, Immobilienwirtschaft, Energie- und Ressourcenmanagement, Gesundheits- und Tourismusmanagement und Wirtschaftsrecht studiert werden. Die Studienbewerber stammen aus dem ganzen Bundesgebiet. Zehn Jahre nach der Gründung der damaligen Außenstelle konnte die Hochschule den Standort im Jahr 1998 endgültig gesichern. Rund 1700 Studienplätze stellt die HfWU in der Fünftälerstadt zur Verfügung.

Auch am "Stammsitz" in Nürtingen passte und passt die Hochschule ihre Studienangebot neuen Herausforderungen an. Der Fachbereich Betriebswirtschaft bietet über 20 Wahlpflichtfächer mit hohem Branchenbezug.

Zum Wintersemester 1996/97 ging der Studiengang Volkswirtschaft an der Start - der erste an einer Fachhochschule in der Bundesrepublik. Die HfWU ist die erste Hochschule, bei der ein Studium der Volkswirtschaft als praxisbezogener Studiengang angelegt ist. Der Stifterverband der Deutschen Wissenschaft zeichnet den Studiengang mit einem Preis für seine "innovative Studienstruktur" aus. Insgesamt genießt das wirtschaftswissenschaftliche Studienangebot großer Anerkennung. In einigen wichtigen Hochschulrankings findet sich die HfWU auf den vordersten Plätzen.

 

Internationalisierung und stetig wachsendes Studienangebot

Die Internationalisierung hat sich in den wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen längst durchgesetzt.

Der ehemalige Aufbaustudiengang "Internationale Wirtschaftsbeziehungen" ist seit 1998 in den Masterstudiengang "International Management" umgewandelt worden. Die Absolventen erhalten nicht mehr den Abschluss "Diplom-Wirtschaftsingenieur", sondern verlassen als "Master of Business Administration" die Hochschule. Das Finanzwesen behandelt der Studiengang "International Finance". Seit dem Jahr 2000 im Angebot werden hier die Titel Bachelor und Master in Business Administration verliehen.

Der ehemalige Fachbereich Landespflege hat ebenfalls sein Gesicht verändert. Zu ihm gehören heute die Studiengänge Landschaftsarchitektur, Landschaftsplanung und Stadtplanung.

Im Wintersemester 1989 startete der Aufbaustudiengang "Umweltschutz", der heute als Masterstudiengang angeboten wird und mit dem Titel "Master of Engineering" abschließt. Die Federführung dieses Studienganges liegt bei der HfWU, das Studium wird jedoch gemeinsam mit den Hochschulen Reutlingen, Esslingen und Stuttgart organisiert. Dieser Studiengang ist ein einmaliges und wegweisendes Kooperationsmodell.

Ein neues Studienkonzept besitzt seit 1998 der Studiengang "Landschaftsarchitektur/Landschaftsplanung". Als einzige deutsche Hochschule hat die HfWU seit kurzem auch einen Studiengang "Stadtplanung" im Programm.

Nach wie vor deuten die Zeichen für die HfWU eher auf Wandel als auf Stillstand.

Waren es in der Vergangenheit vor allem neue Studiengänge, die für Wachstum und Veränderung an der Hochschule sorgten, so ist dies in Gegenwart und Zukunft die Internationalisierung. Es werden die Studienabschlüsse "Bachelor" und "Master" als akademische Titel verliehen. Für die HfWU ist dies von dreifacher Bedeutung: sie steigert ihre Internationalität, stärkt ihre Anerkennung und verringert den Unterschied zu traditionellen Universitäten.

Eines wird sie jedoch bleiben: mit kurzen Studienzeiten und hohem Praxisbezug ein guter Ausbilder und ein kompetenter Partner für Region und  Wirtschaft.

Umbenennung zur HfWU, Rektoren

Umbenennung zur Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen

Mit Inkrafttreten des neuen Landeshochschulgesetzes vom 5.1.2005 hat sich der Name der Fachhochschule geändert. Der Senat hat in der Grundordnung den Namen "Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen" bestimmt.

Von August 2001 bis September 2007 war Prof. Dipl.-Ing. Klaus Fischer sechs Jahre lang Rektor der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen. Ihm folgte ab September 2007 Prof. Dr. Werner Ziegler. Das Amt von ihm übernimmt Prof. Dr. Andreas Frey. 

Letzte Änderung: 03.04.2014 - 11:43:42 
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