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05.06.2012 15:03
Von: Udo Renner

Fachtagung: Psychologie der Nachhaltigkeit


- Fachtagung an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) in Geislingen (Steige) zu Wirtschaftspsychologie und Nachhaltigkeit -

NÜRTINGEN. (hfwu) Welche Beiträge leistet die Wirtschaftspsychologie für eine nachhaltige Entwicklung? Diese Frage stand  im Zentrum einer Fachtagung, die jetzt an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) in Geislingen stattfand.

Mediation, Konfliktmanagement, Unternehmensführung, betriebliches Gesundheitsmanagement – psychologische Aspekte spielen bei der nachhaltigen Entwicklung eines Unternehmens an vielen Stellen eine Rolle. Bei einer gemeinsamen Fachtagung der HfWU und der Gesellschaft für angewandte Wirtschaftspsychologie (GWPs) in Geislingen (Steige) war jetzt dieses breite Themenspektrum Programm. Von Seiten der Hochschule organisierte Diplom-Psychologin Prof. Dr. Heidemarie Seel die Veranstaltung. Prof. Dr. Hanns Hub von der HfWU stellte als einer der Referenten eine ganzheitliche Methode vor, mit der die Wirkungszusammenhänge in einem Unternehmen dargestellt und gemanagt werden können. Ein entsprechender Unternehmenssimulator wird an der HfWU bei der Ausbildung der BWL-Studenten eingesetzt. Den künftigen Führungskräften stellen sich in einer immer schneller wandelnden Berufswelt neue Herausforderungen. Wie sieht Führen in Zeiten des nachhaltigen Wandels aus? Welche Alternativen gibt es zum traditionellen Verständnis der Führungsrolle in einem Unternehmen? Diese Fragen diskutierte Dr. Brigitte Polzin in ihrem Referat. Eine Führungskraft wird es zudem aufgrund des demographischen Wandels und der längeren Lebensarbeitszeit künftig mit einer älteren Mitarbeiterschaft zu tun haben. Prof. Dr. Christian Dries stellte vor diesem Hintergrund eines der am häufigsten genutzten Verfahren zur Personalauswahl, das Assessment Center, auf den Prüfstand. Oft werde die Chancengleichheit zwischen jüngeren und älteren Bewerbern in Accessment Centern nicht ausreichend berücksichtigt, so ein Fazit des Diplom-Psychologen. Generell sei bei der Bewertung, wie viel ein Mitarbeiter zur Wertschöpfung eines Unternehmens beiträgt, eine rein ökonomisch-monetäre Betrachtung zu einseitig, stellten Nicole Blauensteiner und Prof. Dr. Monika Eigenstetter in ihrem Tagungsbeitrag fest. Sie sehen insbesondere in der Personalarbeit eines Unternehmens, ein Indiz dafür, ob sich ein Unternehmen nachhaltig und verantwortungsvoll verhält. Die Gesundheitsförderung in Kleinunternehmen, das Konfliktmanagement in Konzernen und unternehmerisches Entscheiden waren einige der weiteren Themen des zweitägigen Tagungsprogramms, zu dessen Abschluss die Mitgliederversammlung der GWPs stattfand.

Udo Renner, 5.6.2012


Letzte Änderung: 03.04.2014 - 11:43:42 
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