Zukunft macht Schule- ein partizipativer Baustein für Projekttage an Realschulen

Dieses Modellprojekt befasst sich mit der Integration von Bildung für Nachhaltige Entwicklung in die Schule. 

Bildung für Nachhaltige Entwicklung soll Menschen zu nachhaltigem Verhalten anregen. Dazu müssen sie in die Lage versetzt werden, Konsequenzen von sowohl individuellen als auch politischen Entscheidungen und Verhaltensweisen im persönlichen und globalen Kontext, aber auch im Hinblick auf nachfolgende Generationen abzuschätzen. Auch müssen die eigenen Möglichkeiten erkannt werden, sich in der Gesellschaft im Sinne einer Nachhaltigen Entwicklung als aktive Bürger einzubringen. Wie kann Bildung für nachhaltige Entwicklung in Schulen besser integriert werden? Ein Beispiel dafür ist unser Projekt „Zukunft macht Schule“, das im Wesentlichen aus zwei Teilen besteht:

1. Schulprojekt: 

Das Projekt fand im Schuljahr 2011/2012 an der Realschule Neuffen statt.
Im ersten Teil des Projekts sollten die SchülerInnen zu der Auseinandersetzung mit dem Konzept Nachhaltige Entwicklung angeregt werden. Sie sollten damit verbundene Interessen- und Wertkonflikte erkennen und bewerten können. Das Projekt sollte außerdem den Diskurs als Element der Meinungsbildung und Entscheidungsfindung stärken. Dazu organisierten SchülerInnen einer 9. Klasse eigenständig im Rahmen ihrer Profilwochen sogenannte „Zukunftsworkshops“ zu verschiedenen Themen Nachhaltiger Entwicklung – unter anderem passend zum Jahresthema der UN-Dekade Bildung für Nachhaltige Entwicklung (Ernährung). Die Workshops fanden zum Ende des Schuljahres, am 19. Juli 2012 statt und richteten sich an zwei weitere 9. Klassen und eine 8. Klasse. In den Workshops erarbeitete jede Workshopgruppe bezüglich ihres Themas konkrete Handlungsrichtlinien für eine nachhaltige Entwicklung. Am letzten Projekttag, dem 20. Juli tagte das „Nachhaltigkeitsparlament“, bestehend aus allen WorkshopteilnehmerInnen. Es debattierte über die Handlungsrichtlinien und erarbeitete daraus konkrete Handlungsempfehlungen für die Schule und die Lokalpolitik. Das Parlament bot damit den SchülerInnnen die Gelegenheit, sich aktiv in den Diskurs umnachhaltige Entwicklung einzubringen. Am Nachmittag wuden die Empfehlungen aus dem Nachhaltigkeitsparlament dem Neuffener Bürgermeister und dem Schulleiter übergeben.
Bei Ihrer Arbeit wurden die beteiligten SchülerInnen und LehrerInnen intensiv durch die KoWU betreut und fachlich angeleitet.

2. Multiplikation: 

Um eine Übertragbarkeit des Modellprojektes zu gewährleisten und entsprechende Projekte an weiteren Schulen anzuregen, dokumentieren, veröffentlichen und arbeiten wir das Modellprojekt im Rahmen eines Multiplikationskonzeptes auf. Dazu richteten wir unter anderem eine Informationsseite ein. Auf dieser bieten wir für LehrerInnen, Akteure in der Bildung für Nachhaltige Entwicklung und alle Interessierten alle in unserem Projekt verwendeten Materialien sowie die Dokumentation unserer Arbeitsmethoden zum Download an.
Zukunft macht Schule Materialien

 

Das Projekt wurde gefördert durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg im Rahmen des Förderprogramms „ Beispielhafte Projekte für eine Bildung für Nachhaltige Entwicklung“.

Projektschule für die Durchführung der Zukunftstage und des Nachhaltigkeitsparlaments ist die Realschule Neuffen.

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Zukunft macht Schule -

ein Projekt im Rahmen des Förderprogramms „ Beispielhafte Projekte für eine Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ des Umweltministeriums Baden-Württemberg.

Projektleitung:   

Prof. Dr. Albrecht Müller

Projektmitarbeit:

Dr. Markus Röhl, Dr. Christiane Specht, Hannah Seyfang und Ralf Wegerer

Projektlaufzeit:  

Juli 2011 - Dezember 2012

AnsprechpartnerInnen:

Hannah Seyfang

hannah.seyfang@spam.hfwu.de

07022/404-180

 

Ralf Wegerer

ralf.wegerer@hfwu.de

07022/404-212

Letzte Änderung: 03.04.2014 - 11:43:42 
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